Andrena Andrena agilissima agilissima · Andrena apicata apicata · Andrena barbilabris barbilabris · Andrena bicolor bicolor · Andrena bimaculata bimaculata · Andrena carantonica carantonica · Andrena chrysosceles chrysosceles · Andrena cineraria cineraria · Andrena clarkella clarkella · Andrena coitana coitana · Andrena denticulata denticulata · Andrena dorsata dorsata · Andrena flavipes flavipes · Andrena florea florea · Andrena fulva fulva · Andrena fuscipes fuscipes · Andrena gravida gravida · Andrena haemorrhoa haemorrhoa · Andrena hattorfiana hattorfiana · Andrena helvola helvola · Andrena humilis humilis · Andrena lathyri lathyri · Andrena minutula minutula · Andrena nigroaenea nigroaenea · Andrena nitida nitida · Andrena ovatula ovatula · Andrena pilipes pilipes · Andrena praecox praecox · Andrena proxima proxima · Andrena rosae rosae · Andrena stragulata stragulata · Andrena subopaca subopaca · Andrena tarsata tarsata · Andrena tibialis tibialis · Andrena vaga vaga · Andrena varians varians · Andrena ventralis ventralis · Andrena viridescens viridescens


Sand- bzw. Erdbienen: Andrena cineraria

Artname: Andrena cineraria (Linnaeus 1758)
Synonym: deutsch: "Aschgraue Erd- bzw. Sandbiene"
Merkmale: 10–14 mm; schwarz mit hellgrauem Pelz auf Thorax (s. Foto)
Verbreitung: fast ganz Europa, ganz Deutschland.
Lebensraum: Waldränder, trockene Fettwiesen, Dämme, Sandheiden, Sand- und Kiesgruben, Gärten und Parks; Nester an vegetationsfreien oder -armen Stellen, keine Bodenarten bevorzugt.
Fortpflanzung:  selbstgegrabene Erdnester, meist in kleinere bis größeren Aggregationen: je Nest 2–3 Brutzellen 10–22 cm tief.
Kuckuck: die Wespenbiene Nomada lathburiana, auch: N. goodeniana.
Nahrung,
Nestproviant:
unspezialisiert (polylektisch), 6 Pflanzenfamilien: Doldengewächse (Apiaceae), Korbblütler (Asteraceae, z. B. Löwenzahn), Kreuzblütler (Brassicaceae: Raps etc.), Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae), Rosengew. (Rosaceae, z. B. Heckenrose), Weidengew. (Salicaceae).
Flugzeit: eine Generation im Jahr (univoltin): 2. März-Hälfte (Männchen) bzw. Anfang April (Weibchen) bis Ende Mai; Überwinterung als Fluginsekt (Imago).
Sandbiene: Andrena cineraria
Andrena cineraria Weibchen: schmucke Sandbiene in Schwarz und Hellgrau. Solingen, April.

Andrena cineraria hat keine bunte, aber dennoch auffällige Optik: Ein hellgrauer bis weißerThorax-Pelz auf pechschwarzem Körper erregt die Aufmerksamkeit des Insektenfreundes, der diese Erdbiene zum ersten Mal bewußt sieht. Die etwas grazileren Männchen weisen weitere Behaarung an den Nähten zwischen den Hinterleibsringen auf.

Als typische Erdbiene nistet A. cineraria dort, wo sie nicht von allzu viel Vegetation oder "ordnungsliebenden" Gartenbesitzern daran gehindert wird; an günstigen Standorten können mehrere hundert Nester zusammenkommen. Die Nesteingänge an der Erdoberfläche bleiben während der täglichen Sammelflüge offen, werden aber abends und auch bei drohendem Niederschlag oder Störungen verschlossen. Kuckucksbienen ist das Eindringen so leicht möglich.

Bedroht ist die Art aber wie viele andere nicht durch ihre Schmarotzer, mit denen sie sich seit Millionen von Jahren entwickelt, sondern durch die zunehmende Zerstörung ihrer Lebensräume, zu denen ja auch naturbelassene Gärten gehören. Ein Beispiel aus Wuppertal zeigt, daß diese attraktive Erdbiene keineswegs nur "Biogärten" beehrt: Mitten in der Innenstadt hat sie sich in der Rasenfläche neben und hinter einem Hochhaus angesiedelt. Was ihr in diesem angeblichen "Regenloch" offenbar zusagt, sind die klimatisch günstige Tallage und die gute Drainage durch das Hochbeet und den lockeren, sandigen Boden.

Andrena cineraria: Aggregation im Rasen vor Hochhaus   Andrena cineraria: Aggregation im Rasen vor Hochhaus
Sandbienen-Aggregation im Zentrum von Wuppertal mit vorbildlichem Hinweisschild (Fotos: 15.04.2005)
Vorbildliches Hinweisschild

Nesteingänge von Andrena cineraria   Nesteingänge von Andrena cineraria
Nesteingänge von Andrena cineraria. Im linken Bild ist auch der Kuckuck (N. lathburiana) zu erkennen.
Nesteingänge von Andrena cineraria

Andrena cineraria: Weibchen in ihren Niströhren   Andrena cineraria: Weibchen in ihren Niströhren
Andrena cineraria: Weibchen in den Nistgängen:   ... mal rechts, mal links ... (Wuppertal, 15.04.2005)

Andrena cineraria: Männchenn   Andrena cineraria: Männchen
Die Männchen – hier mit schwirrenden Flügeln –   ... sind deutlich schlanker als die Weibchen.

Andrena cineraria: Weibchen   Andrena cineraria: Weibchen
Andrena cineraria: auf dem weg zum Nest   Gefunden!

Andrena cineraria: Weibchen   Andrena cineraria: Weibchen
Andrena cineraria: Die Weibchen müssen ihre Gänge ganz alleine graben, jede für sich ...
Andrena cineraria: Weibchen   Andrena cineraria: Weibchen

Filmrand oben
Andrena cineraria beim Eingraben
Filmrand unten


Zur Leitseite Zum Frameset "Bienenarten wissenschaftlich alphabetisch" Erd- bzw. Sandbienen Nach oben Andrena clarkella nächste Gattung