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Sand- bzw. Erdbienen: Andrena cineraria
| Artname: |
Andrena cineraria (Linnaeus 1758) |
| Merkmale: |
1014 mm; schwarz mit hellgrauem Pelz auf Thorax (s. Foto) |
| Verbreitung: |
fast ganz Europa, ganz Deutschland. |
| Lebensraum: |
Waldränder, trockene Fettwiesen, Dämme, Sandheiden, Sand- und Kiesgruben, Gärten und Parks; Nester an vegetationsfreien oder -armen Stellen, keine Bodenarten bevorzugt. |
| Fortpflanzung: |
selbstgegrabene Erdnester, meist in kleinere bis größeren Aggregationen: je Nest 23 Brutzellen 1022 cm tief. |
| Kuckuck: |
die Wespenbiene Nomada lathburiana, auch: N. goodeniana. |
Nahrung, Nestproviant: |
unspezialisiert (polylektisch), 6 Pflanzenfamilien: Doldengewächse (Apiaceae), Korbblütler
(Asteraceae, z. B. Löwenzahn), Kreuzblütler (Brassicaceae: Raps etc.), Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae), Rosengew. (Rosaceae, z. B. Heckenrose), Weidengew. (Salicaceae). |
| Flugzeit: |
eine Generation im Jahr (univoltin): 2. März-Hälfte (Männchen) bzw. Anfang April (Weibchen) bis Ende Mai; Überwinterung als Fluginsekt (Imago). |
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Andrena cineraria : schmucke Sandbiene in Schwarz und Hellgrau. Solingen, April. |
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Andrena cineraria hat keine bunte, aber dennoch auffällige Optik: Ein hellgrauer bis weißerThorax-Pelz auf pechschwarzem Körper erregt die Aufmerksamkeit des Insektenfreundes, der diese Erdbiene zum ersten Mal bewußt sieht. Die etwas grazileren Männchen weisen weitere Behaarung an den Nähten zwischen den Hinterleibsringen auf.
Als typische Erdbiene nistet A. cineraria dort, wo sie nicht von allzu viel Vegetation oder "ordnungsliebenden" Gartenbesitzern daran gehindert wird; an günstigen Standorten können mehrere hundert Nester zusammenkommen. Die Nesteingänge an der Erdoberfläche bleiben während der täglichen Sammelflüge offen, werden aber abends und auch bei drohendem Niederschlag oder Störungen verschlossen. Kuckucksbienen ist das Eindringen so leicht möglich.
Bedroht ist die Art aber wie viele andere nicht durch ihre Schmarotzer, mit denen sie sich seit Millionen von Jahren entwickelt, sondern durch die zunehmende Zerstörung ihrer Lebensräume, zu denen ja auch naturbelassene Gärten gehören. Ein Beispiel aus Wuppertal zeigt, daß diese attraktive Erdbiene keineswegs nur "Biogärten" beehrt: Mitten in der Innenstadt hat sie sich in der Rasenfläche neben und hinter einem Hochhaus angesiedelt. Was ihr in diesem angeblichen "Regenloch" offenbar zusagt, sind die klimatisch günstige Tallage und die gute Drainage durch das Hochbeet und den lockeren, sandigen Boden.
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| Sandbienen-Aggregation im Zentrum von Wuppertal mit vorbildlichem Hinweisschild (Fotos: 15.04.2005) |
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| Nesteingänge von Andrena cineraria. Im linken Bild ist auch der Kuckuck (N. lathburiana) zu erkennen. |
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| Andrena cineraria: Weibchen in den Nistgängen: |
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... mal rechts, mal links ... (Wuppertal, 15.04.2005) |
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| Die Männchen hier mit schwirrenden Flügeln |
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... sind deutlich schlanker als die Weibchen. |
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| Andrena cineraria: auf dem weg zum Nest |
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Gefunden! |
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| Andrena cineraria: Die Weibchen müssen ihre Gänge ganz alleine graben, jede für sich ... |
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