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Sand- bzw. Erdbienen: Andrena viridescens

Artname: Andrena viridescens Viereck 1916
Synonym: A. cyanescens Nylander 1852 nec Haliday 1836; deutsch: "Ehrenpreis-Sandbiene".
Merkmale: W: 6–8 mm; schwarz, Kopf und Thorax schwach metallisch glänzend; M. mit weißem Kopfschild. Nur auf Ehrenpreis (Veronica) anzutreffen. M: 6–7 mm.
Verbreitung: gemäßigtes Europa, in Deutschland nicht im Norden, unter 500 m.
Lebensraum: Dort, wo der Ehrenpreis in nennenswerten Beständen vorkommt, z. B. trockenen Fettwiesen, Magerrasen, Streuobstwiesen, Böschungen etc. Nester an Böschungen und Waldrändern mit lehmigem oder sandigem Boden und schütterer Vegetation.
Fortpflanzung:  selbstgegrabene Erdnester, gelegentlich in kleinen Aggregationen.
Kuckuck: die Wespenbiene Nomada atroscutellaris.
Nahrung,
Nestproviant:
spezialisiert auf Ehrenpreis: Veronica chamaedrys, auch V. teucrium (streng oligolektisch bzw. monolektisch).
Flugzeit: eine Generation im Jahr (univoltin): M.: Ende April–Ende Mai (M.) bzw. Mitte Juni; (W.). Überwinterung als Imago.
Rote Liste: Kategorie V: Vorwarnliste
Sandbiene: Andrena viridescens
Andrena viridescens ist winzig klein ...
Solingen, Garten Anfang Juni.

Andrena viridescens ist ein Zwerg unter den Sandbienen, aber nicht der kleinste. Wie alle anderen kleinen schwarzen Stechimmen ist diese Sandbiene im Prinzip schlecht zu bestimmen, dem Bienenfreund kommen aber zwei Umstände zu Hilfe: ihr schwach metallische blaugrüne Schimmer, der bei gutem Licht aus der Nähe zu wahrzunehmen ist, und vor allem ihre einseitige Spezialisierung auf die kleinen blauen Blüten des (Gamander-)Ehrenpreises, wo die Art viel leichter zu entdecken ist als an ihren Nistplätzen.

Da das Schicksal dieser kleinen Biene völlig mit dem Vorkommen des Ehrenpreises verbunden ist, ergibt sich die Notwendigkeit, diese hübsche Blütenpflanze in unserer Kulturlandschaft zu erhalten und in unseren Gärten zu pflegen. Die wichtigsten Schutzmaßnahmen bestehen im Verzicht auf die Aufforstung nicht mehr intensiv landwirtschaftlich genutzter Flächen und in der Beschränkung auf eine Wiesenmahd im Jahr, die natürlich nicht während der Blüte stattfinden darf. Wer den Unterschied zwischen einer blumenreichen Wiese und einem kurzgeschorenen Einheitsrasen kennt und zu schätzen weiß, der sichert auch der kleinen Andrena viridescens ihr Auskommen und Überleben.


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