Andrena
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Sand- bzw. Erdbienen: Andrena florea
| Artname: |
Andrena florea Fabricius 1793 |
| Synonym: |
deutsch: "Zaunrüben-Erd- bzw. Sandbiene" |
| Merkmale: |
1112 mm; W.: schwarzbrauner Abdomen, individuell rot aufgehellt. |
| Verbreitung: |
Süd- und Mitteleuropa; Deutschland vom Süden bis Berlin im Osten und bis zum Niederrhein im Westen. |
| Lebensraum: |
Waldränder, Hecken, Ruderalstellen, Gärten, Parks, sofern dort die Zaunrübe blüht. |
| Fortpflanzung: |
selbstgegrabene, 510 cm tiefe Niströhren in vegetationsfreiem oder nur schütter bewachsenem sandigem oder lehmigem, vorzugsweise verdichtetem Boden; Aggregationen bis zu 100 Nester, die nur in heißen Mittagsstunden verschlossen sind. |
| Kuckuck: |
nach eigener oberflächlicher Beobachtung Nomada succincta. |
Nahrung, Nestproviant: |
spezialisiert auf die Zaunrübe (Bryonia dioica & B. alba): streng oligolektisch bzw. monolektisch. |
| Flugzeit: |
eine Generation im Jahr (univoltin): M.: Anfang MaiEnde Juni; W.: Mitte MaiEnde August. |
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| Die Zaunrüben-Spezialistin Andrena florea hat sich eine Stelle für den Nestbau ausgesucht und beginnt mit dem Graben. Solingen-Wald, 4. Juni 2003 |
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Andrena florea gehört zu den Erdbienen, die der Laie mit der Honigbiene verwechselt. Die Art ist an die Zaunrübe (eine Kletterpflanze: Gattung Bryonia, Familie Cucurbitaceae = Kürbisgewächse) gebunden, von der in Süd- und Mitteleuropa zwei Arten vorkommen: die sehr seltene und einhäusige Weiße Zaunrübe (B. alba) und die Rotbeerige bzw. Zweihäusige Zaunrübe (B. dioica). Bei letzterer bieten, wie der zweite deutsche Name andeutet, nur die männlichen Pflanzen Pollen.
Als Niststandort bevorzugt diese Bienenart vegetationsfreie oder -arme Bodenstellen, die z. B. durch Betreten verdichtet wurden, also etwa angeschütteten Rohboden, Spielplätze, Trampelpfade etc. Ihre Nester verschließt Andrena florea nur in heißen Mittagsstunden.
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| Rutsche auf verdichtetem vegetationsarmem Boden mit Niströhren. Andrena florea nistet offenbar nicht nur in horizontalen Flächen ... |
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Nesteingänge von Andrena florea |
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| Diese Biene hat ihre Niströhre schon fertig ... |
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... und diese fängt erst an mit dem Graben. |


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| Andrena florea bei Eingraben: Vom Fotografen ließ sich diese Erdbiene nicht stören ... |
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| A.-florea-Männchen gönnen sich immer wieder ... |
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... kurze Sonnebäder auf denselben Blättern, ... |
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| ... bevor sie weiter eifrig Nektar tanken auf der ... |
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Zaunrübe (Bryonia dioica) · Köln-Porz, 17.06.2006. |
Um diese Erdbiene zu unterstützen, sollten Bienenfreunde die Zaunrübe (Bryonia dioica) in ihren Gärten an Hecken und Zäunen ansiedeln – am besten direkt neben dem Kompost, wo sie bestens mit dem nötigen Stickstoff versorgt wird. Da man den – übrigens giftigen – roten Beeren dieser zweihäusigen Pflanze nicht ansehen kann, ob aus ihren Samen männliche oder weibliche Planzen entstehen, sollte man immer mehrere aussäen, da die Bienen nur von der männlichen, also pollenspendenden Zaunrübe profitieren. Zugunsten von Nistmöglichkeiten wird der Naturfreund zudem auf die Verschotterung oder Plattierung von Wegen verzichten.
Die Frage nach der auf Andrena florea spezialisierten Kuckucksbiene scheint noch nicht geklärt zu sein. Ich konnte allerdings am 4. Juni 2003 zur frühen Mittagszeit auf dem Gelände einer Solinger Kindertagesstätte
Nomada succincta zwei Stunden lang in der Nähe der Nesteingänge beobachten und auch fotografieren. In einem Fall beobachtete diese Wespenbiene die Zaunrüben-Erdbiene aus wenigen Zentimetern Entfernung beim Eingraben, in einem anderen Fall schlüpfte sie für wenige Sekunden in einen der Nistgänge.