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Sand- bzw. Erdbienen: Andrena clarkella 
| Artname: |
Andrena clarkella (Kirby 1802) |
| Merkmale: |
W.: 1213 mm; . W.: 1012 mm. |
| Verbreitung: |
Europa 45.70. Br.grad, ganz Deutschland. |
| Lebensraum: |
Waldränder und -lichtungen, auch Sandheiden, Sand- und Tongruben, bevorzugt auf Wegen und anderen vegationsfreien allenfalls bemoosten flachen oder steilen Stellen. |
| Fortpflanzung: |
selbstgegrabene Erdnester, meist in kleinen, lockeren Aggregationen: meist 45, auch 1030 cm lange Gänge in sandigen oder lehmigen Böden. |
| Kuckuck: |
die Wespenbiene Nomada leucophthalma |
Nahrung, Nestproviant: |
spezialisiert auf Weiden (Salicaceae), vor allem Salweide (Salix caprea) (oligolektisch) |
| Flugzeit: |
eine Generation im Jahr (univoltin): Mitte MärzAnfang April; Überwinterung als Imago. |
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Andrena clarkella , Waldrandbewohnerin · Solingen, ehemalige Tongrube im März |
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Die Sandbiene Andrena clarkella (ohne deutschen Namen) ist mit ihrem auffällig rotbraun bepelzten Thorax und dritten Beinpaar eine recht schöne Wildbiene. Sie gehört zu den Nahrungsspezialisten, da sie nur an Weidenblüten sammelt; dort sind allerdings fast ausschließlich Weibchen zu finden, da Männchen so gut wie nie Blüten besuchen.
Das Nistplatz-Schema diser Art ist weniger eng, allerdings auf Saumbiotope an Waldaußen- und -innenrändern und dort auf vegetationsfreie oder -arme Flächen beschränkt. Spaziergänger können am ehesten in Parks und aufgelassenen Tongruben auf diese Sandbiene aufmerksam werden, vor allem in der zweiten Märzhälfte, wenn die Männchen über und neben den Nistgängen auf die Weibchen warten.
Brutgeschäft: A. clarkella erscheint recht früh im Jahr: Mitte März die Männchen, die einen Monat später schon sterben, und erst ca. eine Woche nach ihnen die Weibchen, die immerhin bis Ende Mai überleben. Die Metamorphose (LarvePuppeVollinsekt) läuft vollständig in der folgenden warmen Jahreszeit ab, und da diese Biene nur einmal im Jahr fliegt bzw. brütet, überwintert sie als Vollinsekt (Imago) und kommt im folgenden Frühjahr erst wieder an die Erdoberfläche.
Temperaturabhängiges Schlüpfen im Frühjahr
A. clarkella ist eine der frühesten Arten: Sie taucht typischerweise auf, sobald die Temperaturen deutlich steigen. Im Frühjahr 2005 war das in Solingen der 16. März:
Am 13. März hatte es noch Nachtfrost gegeben, vom 14. auf den 15.03.2005 kletterte die nächtliche Tiefsttemperatur plötzlich von 1° auf 7° C und die Tageshöchsttemperatur von 7° auf 12° Celsius, aber noch waren kein Individuum und kein Nistgang zu sehen. Einen Tag später war die Tiefst- bwz. Höchsttemperatur auf 11° bzw. 17° C gestiegen, und es wimmelte von Männchen, die sich überwiegend krabbelnd fortbewegten und die Nisteingänge inspizierten. Sogar drei Weibchen waren schon auszumachen. |
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Als Solitärbiene nistet A. clarkella zwar einzeln, dennoch tritt sie in sog. Aggregationen von vielen hundert Nestern auf, die sich locker über eine größere Fläche erstrecken können. Der Grund für solche inselartigen Konzentrationen ist vor allem in der Eignung des (teilbeschatteten) Niststandortes und der erreichbaren Nähe der Futterpflanzen, nämlich der Sal- und anderer Weiden, zu sehen.
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| Andrena clarkella: Nist-Aggregation am Nordhang einer Tongrube. Die Erdbienen nisten vorzugsweise auf der von einer dünnen Humus- und Moosschicht bedeckten laubarmen Krone, aber auch im steil abfallenden Hang. Der Zaun wurde rücksichtslos durch den bewohnten Randstreifen geschlagen. |
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| A. clarkella: Paarung mit vibrierenden Flügeln |
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Nach der Paarung |
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| A. clarkella: Zwei Weibchen an und in der Niströhre |
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A. clarkella W. an einer Weide |
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Andrena clarkella nach einem Sammelflug ... |
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... und beim Eingraben · Solingen, 21.03.2011 |
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Andrena clarkella vor einem Sammelflug ... |
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... und beim Eingraben · Solingen, 21.03.2011 |
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Andrena clarkella-Aggregation auf einem Kinder-Spielplatz · Solingen-Ohligs, 21.03.2011 |
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Weibchen und Männchen lassen sich gemeinsam nur während der wenigen Tage der Paarungszeit im März beobachten. Interessenten können sich diese drei Motive als Bildschirm-Hintergrund herunterladen. |


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| Das Graben einer Niströhre ist ein hartes Stück Arbeit ... |


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| Ein kleiner Inspektionsgang aus der Niströhre und um sie herum ... |


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Schmarotzer: An Nestern von A. clarkella kann man mit etwas Geduld die Kuckucksbiene
Nomada leucophthalma beobachten: eine Bienenart aus der Gattung der Wespenbienen (
Nomada), die ihren Namen ihrer farbigen Streifung verdanken. Wie ihr "Vorbild" aus dem Vogelreich legt diese Kuckucksbiene ihre Eier im günstigen Moment in die Nester ihrer Wirtin und läßt diese die Vorräte für die Kuckuckslarven sammeln und eintragen. Bei A. clarkella scheint das nicht so einfach zu sein, da diese Sandbiene vor jedem Aus- und Sammelflug ihr Nest verschließt; allerdings schaufelt Nomada leucophthalma die Nestverschlüsse problemlos auf und nach erfolgter Eiablage auch wieder zu!