Sphecodes  albilabris ·  ephippius ·  gibbus ·  miniatus ·  pellucidus


Blutbienen: Sphecodes pellucidus

Artname: Sphecodes pellucidus (Smith 1845)
Synonym: Sphecodes pilifrons (Thomson 1870)
Volksmund: englisch: "Sandpit Blood-Bee" · niederländisch: "Schoffelbloedbij"
Merkmale:durch die typische schwarz-rote Zeichnung bei gedrungenem Körperbau leicht als Blutbiene zu erkennen, allerdings deutlich kleiner als Sphecodes albilabris und Sphecodes gibbus. W: 8–10 mm; breites ovales Gesicht, punktiert, schwach gewölbter Scheitel; Scutum (Mesonotum, Buckel) dicht punktiert; dunkle Schienen (Tibiae). M: 7–9 mm; Fühler mit großen halbmondförmigen Filzflecken; Tergite weit und fein punktiert;
Verbreitung:Nordafrika bis Ostasien, Europa bis Südschweden & -finnland; ganz Deutschland.
Lebensraum:Habitate der Wirtsarten, vor allem Sandgebiete.
Fortpflanzung:Kuckucksbiene; Überwinterung als Imago.
Wirte:Sandbienen-Arten: Andrena barbilabris, wahrscheinlich auch A. argentata, A. humilis und A. ventralis.
Nahrung:Nektar: unspezialisiert: Korbblütler (Asteraceae), Dickblattgewächse (Crassulaceae), Weidengewächse (Salicaceae) etc.
Flugzeit:1, möglicherweise 2 Generationen (uni- bzw. bivoltin): überwinterte Weibchen Ende März–Juni; Sommerphase (mit Paarung): Juli–Oktober.
Blutbiene Sphecodes pellucidus, W
Die Blutbiene Sphecodes pellucidus · Erkrath-Bruchhausen, 12.04.2008 (jac)

Auch Sphecodes pellucidus ist eine typische Blutbiene: Kopf und Thorax sind schwarz, die Tergite aber rot. Wenn eine Blutbiene deutlich kleiner als Sphecodes albilabris und Sphecodes gibbus ist und in einem Sandgebiet in einer Andrena-barbilabris-Aggregation gefunden wird, ist sie wahrscheinlich Sphecodes pellucidus. (Von einer ähnlich schwarz-rot gezeichneten Grabwespe (Sphecidae) unterscheiden sich Blutbienen wie alle Bienen durch die kompakteren Habitus: Das Abdomen schließt sich dem Thorax unmittelbar an.)

Sphecodes pellucidus parasitiert ausschließlich Wirtsarten der häufigen Gattung Andrena. Ihre Bevorzugung der Sandbiene Andrena barbilabris aber begrenzt ihre Verbreitung deutlich, was sie in Süddeutschland offenbar selten macht. Die Nachkommen schlüpfen schon im Sommer, um sich zu paaren. Während die Drohnen im Spätsommer sterben, überwintern die Weibchen und legen im Frühjahr ihre Eier in Sandbienen-Nester.

Sphecodes pellucidus, W   Sphecodes pellucidus, W
Sphecodes pellucidus an einem Korbblütler   · Beernem, Belgien, 11.03.2012

Sphecodes pellucidus, W   Sphecodes pellucidus, W
Sphecodes pellucidus auf einem Korbblütler   · Beernem, Belgien (am Gent-Brügge-Kanal, Miseriebocht, Sint-Joris ten Distel), 11.03.2012

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