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Blattschneiderbienen: Megachile dorsalis

Artname: Megachile dorsalis Pérez 1879
Synonyma: Megachile argentata auct. (nec Fabricius 1793), Megachile leachella Curtis 1828
Volksmund: englisch: "Silvery Leaf-Cutter" · niederländisch: "Zilveren fluitje"
Merkmale: Sehr ähnlich Megachile pilidens. W.: 9–10 mm; Kopf: Augen dunkelgrün; Thorax: Buckel (Mesonotum bzw. Scutum) dicht punktiert mit glänzenden Zwischenräumen; Metasoma: Tergite dicht punktiert, 2.–5. Tergit kurz & schwarz behaart, glänzender als bei Megachile pilidens, 6. Tergit mit 2 weißen Filzflecken, Bauchbürste weiß, 6. Sternit schwarz; hoher Flugton. M.: 8–9 mm; Kopf gelb, später weiß behaart, Wangen mit Zahn, Augen hellgrün; Thorax wie Kopf behaart, Femur des 1. Beinpaars am Ende hinten gelb; Metasoma: 6. Tergit mit dichtem weißen Filz & gezähntem Quergrat.
Verbreitung: Europa bis 63° n. Breite einschl. Großbritannien, östlich bis Mittelasien, südlich bis Nordafrika; in Deutschland Küste und Süden.
Lebensraum: Küstendünen (Ostfriesische Inseln), Binnendünen, Flugsandfelder, Sandgruben.
Fortpflanzung: Selbstgegrabene Hohlräume im Sand, meist in kleinen Kolonien, angeblich auch in hohlen Pflanzenstengeln und anderen Hohlräumen. Erstellung der Brutzellen mit Blattstücke von diversen Pflanzen. Überwinterung als Ruhelarve.
Kuckuck: Kegelbienen Coelioxys afra, C. brevis, C. elongata, C. mandibularis, C. quadrimaculata (gemäß diverser Beobachter).
Nahrung: unspezialisiert (polylektisch), 3 Pflanzenfamilien als Pollenquellen: Schmetterlingsblütler (Fabaceae), Lippenblütler (Lamaceae), Dickblattgewächse (Crassulaceae).
Flugzeit: 1 Generation im Jahr univoltin): Juni–Ende August.
Rote Liste: Kategorie 3: Gefährdet
Blattschneiderbiene Megachile dorsalis, W
Megachile dorsalis  · "Mainzer Sand", 17.7.2018 (nix)

Diese mittelgroße Blattschneiderbiene stellt Bienenfreunde vor ein Problem: Sie ist leicht mit  Megachile pilidens zu verwechseln. Ein kleiner Hinweis auf Megachile dorsalis ist der etwas stärkere Glanz des 2. bis 5. Hinterleibssegments. Die beiden volkstümlichen englischen und niederländischen Namen verweisen auf einen silbrigen (?) Glanz der Haarbinden auf den Tergiten beider Geschlechter. Ein sinnvoller deutscher Name existiert (noch) nicht, das wissenschaftliche Art-Epithet dorsalis bedeutet 'Rücken...'. Die Verbreitungsgebiete von Megachile dorsalis und Megachile pilidens überlappen sich nur teilweise, letztere scheint trockenwarme Hänge (Weinberge, Trockenmauern, Lehm- & Kiesgruben), Magerrasen etc. zu bevorzugen, während erstere (Megachile dorsalis)) offenbar Sandgebieten den Vorzug gibt.

Megachile dorsalis, W   Megachile dorsalis, W
Megachile dorsalis  · "Mainzer Sand", 17.07.2018   Megachile dorsalis  an Ononis spinosa (nix)

Megachile dorsalis, W   Megachile dorsalis, M
Megachile dorsalis  · NSG Mainzer Sand, 17.7.18   Megachile dorsalis  · 17.07.2018 (nix)

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