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Mörtelbienen: Megachile ericetorum

Artname: Megachile (Chalicodoma) ericetorum Lepeletier 1841
Synonym: Chalicodoma ericetorum Lepeletier 1841
Merkmale: 10–14 mm, grob ähnlich einer Honigbiene und mit der orangen Bauchbürste des Weibchens und den verbreiterten Vorderbein-Tarsen des Männchens ähnlich anderen Megachile-Arten; von M. willugbiella durch die schmalen deutlich kontrastierenden hellen Binden auf den Tergiten 2–5 und den einheitlich schlanken Körperbau zu unterscheiden.
Verbreitung: ganz Europa bis Mittelfinnland; ganz Deutschland, meist unter 500 m.
Lebensraum: Magerrasen Sand- und Lehmgruben, Brachen, Ruderalstellen, Böschungen – auch in Siedlungen, sofern Steilwände und Gemäuer vorhanden sind.
Fortpflanzung: Hohlräume in Steilwänden, Abbrüchen, Mörtelfugen und Ziegeln, Spalten in Fels und Trockenmauern, Pelzbienennester; angeblich auch in Schilfrohr; Brutzellen aus Lehm- und Sand-Mörtel, innen angeblich mit Harz ausgekleidet; bevorzugter Ø 6 mm.
Kuckuck: Kegelbiene Coelioxys aurolimbata
Nahrung: spezialisiert auf Schmetterlingsblütler (Fabaceae): Hornklee, Platterbsen, Hauhechel, Steinklee etc.; auch Lippenblütler (Lamiaceae), bes. als Nektarquelle (oligolektisch). Die Weibchen sind blütenstet.
Flugzeit: 1 Generation im Jahr (univoltin); Juni bis Juli (M.) bzw. August (W.).
Blattschneiderbiene Megachile ericetorum
Megachile ericetorum Weibchen · Solingen, Botanischer Garten, Juli 2004 (san)

Die auffälligen hellen Tergit-Binden dieser Mörtelbiene unterscheiden sie von einer Honigbiene ebenso wie von der Blattschneiderbiene Megachile willughbiella, die außerdem sichtbar breiter ist, besonders um die "Hüfte" herum. Anders als die häufigere M. willughbiella schneidet M. ericetorum keine Blätter, ist also den Mörtelbienen (Chalicodoma) zuzurechnen, und sie ist auf Schmetterlingsblütler (Fabaceae) spezialisiert; trotz dieser Einschränlung ist sie auch in Dörfern und Städten zu finden, sofern ihr dort Ruderalflächen und naturbelassene Gärten ihre Trachtpflanzen (vor allem Platterbsen) und geeignete Nistmöglichkeiten bieten. In der modernen, ausgeräumten Agrarlandschaft hat sie keine Chance.
    Die Männchen patrouillieren entlang der Blüten, die von den Weibchen beflogen werden, oder verteidigen dort kleine Territorien.

Megachile ericetorum läßt sich auch in Nisthilfen ansiedeln, etwa in Lehmwänden und Bambusröhrchen, die man in eine Nistwand einbaut. Der bevorzugte Innendurchmesser ist 6 mm.

Mörtelbiene Megachile ericetorum   Mörtelbiene Megachile ericetorum
Mörtelbiene Megachile ericetorum
Megachile ericetorum Männchen an Stachys byzantina   (= Wollziest) · Solingen-Vockert, 24.06.2006

Mörtelbiene Megachile ericetorum   Mörtelbiene Megachile ericetorum
Megachile ericetorum Männchen: kurzes Sonnenbad · Solingen-Vockert, 24.06.2006   Megachile ericetorum Männchen am Lavendel · Solingen-Ohligs, 09.06.2007

Megachile ericetorum, M   Megachile ericetorum, M
Megachile ericetorum Männchen an Epilobium · Mechtenberg, Gelsenkirchen, 03.07.2009   ...


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