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Blattschneiderbienen: Megachile rotundata

Artname: Megachile rotundata (Fabricius 1784)
Synonym: Megachile pacifica Panzer 1798
Volksmund: deutsch: "Luzerne-Blattschneiderbiene" · niederländisch: "Luzernebehangersbij"
Merkmale: kleine schlanke Biene, schwarz mit auffälligen schmalen weißen Binden und weißgrauer Bauchbürste. W.: 8–9 mm; Clypeus mittig mit 2 Spitzen; auf dem Scheitel und Buckel (Scutum) braun behaart, 1. Tergit weiß behaart, 2.–6. T. schwarz behaart, aber 1.–5. T mit weißen Endbinden, 2. T. seitlich mit mattem Filzfleck; Bauchbürste weißlich, aber Ende des 5. Sternits & 6. Sternit schwarz; M.: 7–8 mm; Behaarung weißlich, aber auf dem 3. & 4. Tergiten schwarz; 5. & 6. Tergit überwiegend mit anliegender weißlicher Behaarung, 1.–4. T. mit weißen Endbinden; Coxa ("Hüfte" = 1. Glied) des 1. Beinpaars mit Dorn.
Verbreitung: Süd- und Mitteleuropa bis Süd-Finnland; vor oder nach dem 2. Weltkrieg in die USA eingeschleppt. Ganz Deutschland, Schwerpunkt: Süddeutschland.
Lebensraum: Sand- und Lehmgruben, Trockenhänge, Böschungen, Waldränder, Parks & Gärten.
Fortpflanzung: vorhandene oberirdische Gänge in Totholz und Pflanzenstengeln (auch Nisthilfen, Ø 5 mm), auch in Löß- & Lehmwänden, oft in größeren Aggregationen; Linienbauten. Für die Brutzellen werden Ausschnitte von Blüten- und Laubblättern verbaut.
Kuckuck: Kegelbiene Coelioxys echinata (ehemals C. rufocaudata)
Nahrung: unspezialisiert (polylektisch), Pollen aus 5 Pflanzenfamilien: Doldengewächse (Apiaceae), Korbblütler (Asteraceae), Dickblattgew. (Crassulaceae), Schmetterlingsbl. (Fabaceae), Liliengew. (Liliaceae); in den USA offenbar nur Luzerne (Fam. Fabaceae).
Flugzeit: 1 Generation im Jahr (univoltin): Ende Juni bis Mitte August.
Blattschneiderbiene Megachile rotundata
Die Blattschneiderbiene Megachile rotundata · Mülheim, 11.07.2006 (jac)

Die Blattschneiderbiene Megachile rotundata ist eine erfolgreiche Generalistin: Sie sammelt den Pollen mehrerer Pflanzenfamilien und nutzt für ihre Bruten vielerlei oberirdische Hohlräume, vor allem Fraßgängen in Totholz, hohle Pflanzenstengel, Löcher in Löß- und Lehmwänden. M. rotundata verbaut Ausschnitte aus den Blüten- und Laubblättern verschiedener Pflanzen. Die Weibchen könen nach Beobachtungen bis zu 39 Brutzellen versorgen, sind also recht vermehrungsfreudig.
    Aufgrund ihres weiten Nistplatzschemas gehört M. rotundata zu den Arten, die man mit Nisthilfen im eigenen Garten ansiedeln und unterstützen kann. Geeignet sind Hartholzblöcke und Behälter mit Bambus- und Zellulose-Röhrchen, wie sie auch Mauerbienen (Osmia) angeboten werden; bevorzugt 6 mm Löcher mit 8–10 cm Gangtiefe.

Megachile rotundata, W   Megachile rotundata, M
M. rotundata  · Oberhausen, 10.07.2006 (jac)   Megachile rotundata  · Mühlheim, 11.7.2006 (jac)

Megachile rotundata, W   Megachile rotundata, W
M. rotundata  an Kronwicke · Oberhausen, 11.06.2007 (jac)   Megachile rotundata  blattschneidend · Dachgarten in Oberhausen, 14.06.2007 (jac)

Megachile rotundata, M   Megachile rotundata, M
Megachile rotundata  auf Buphtalmum salicifolium · Garten in Dillenburg, 08.07.2016 (nix)   Megachile rotundata  · Dillenburg, 8.7.2016 (nix)

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