Colletes:  cunicularius ·  daviesanus ·  fodiens ·  halophilus ·  hederae ·  hylaeiformis ·  marginatus ·  similis ·  succinctus


Seidenbienen: Colletes fodiens

Artname: Colletes fodiens (Geoffroy in Fourcroy 1785)
Volksmund: englisch: "Hairy-Saddled Colletes" · niederländisch: "Duinzijdebij"
Merkmale: W.: 9–11 mm; dicht behaarter Clypeus (Kopfschild), braungelb bepelzter Thorax, 1. Tergit des Abdomens dicht punktiert und lang behaart, 2. Tergit matt und noch feiner punktiert; auffällig breite Hinterleibs-Endbinden, die erste mittig unterbrochen. Sternite ohne geschlossene Endbinden. M.: 8–10 mm; auch Tergite 2–5 mit abstehenden längeren hellen Haaren, Sternit 2 am Ende auch mittig dicht weiß behaart, Sternit 6 mit deutlichen Höckern, dahinter eingedrückt.
Verbreitung: Süd- & Mitteleuropa (inklusive Großbritannien) bis Südschweden; ganz Deutschland.
Lebensraum: vorzugsweise Sandgebiete: Binnendünen, Flugsandfelder, Sandgruben, sandige Ruderalflächen, Hochwasserdämme.
Fortpflanzung:  Selbstgegrabene Nester vorzugsweise in sandigen, aber auch Lößböden. Überwinterung als Ruhelarve.
Kuckuck: Filzbiene Epeolus variegatus.
Nahrung,
Nestproviant:
spezialisiert auf Korbblütler (Asteraceae) (oligolektisch), vor allem Rainfarn (Tanacetum vulgare); außerdem Tripleurospermum inodorum, Helichrysum arenarium, Erigeron annuus, Achillea millefolium, Inula britannica, Anthemis tinctoria, Senecio jacobaea.
Flugzeit: 1 Generation im Jahr (univoltin): Juli–Mitte September, M. etwas früher als W. (Proterandrie)
Rote Liste: Kategorie 3: Gefährdet.
Seidenbiene Colletes fodiens, W
Colletes fodiens  an Tanacetum vulgare · Stahnsdorf bei Berlin, 2005 (hor)

Diese Seidenbiene ist etwas größer und heller als die häufige Colletes daviesanus und hat auffällig breitere helle Endbinden. Colletes fodiens ist eine typische Bewohnerin offener, d. h. vegetationsarmer sandiger Biotope, deren zunehmende Seltenheit auch ihre Bewohner gefährdet. Entscheidend für den Enthalt dieser Rote-Liste-Art ist also die Erhaltung solcher aus menschlicher Sicht unnützer Ruderalflächen und großer Bestände des Rainfarns, den diese Biene bevorzugt.

Die Kuckucksbiene dieser Seidenbiene ist dieselbe wie die der viel häufigeren Colletes daviensanus: die Filzbiene  Epeolus variegatus, die auf keine bestimmte Nektarquelle spezialisiert ist, aber Korbblütler bevorzugt.

Colletes fodiens, W - Bild gesucht   Colletes fodiens, M - Bild gesucht
Colletes fodiens  mit Pollen an Tanacetum vulgare · Unterlüß bei Celle, 26.07.2014 (krü)   Colletes fodiens ... Bild gesucht!

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Seidenbienen Colletes halophilus nächste Gattung