Melecta  albifrons ·  luctuosa


Trauerbienen: Melecta luctuosa

Artname: Melecta luctuosa (Scopoli 1770)
Volksmund: deutsch: "Weißfleckige Trauerbiene" · englisch: "Square-Spotted Mourning-Bee" · niederländisch: "Witte rouwbij"
Merkmale: 12–14 mm, auffällig durch große weiße Flecken auf schwarzer Grundfarbe. W.: Kopf und vorderer (kopfnaher) Teil des Thorax (Mesosoma) weiß behaart; 1. Tergit weiß behaart, 2.–4. Tergit und Schienen (Tibien) mit großen weißen Flecken, die auf den Hinter-(Tibien) weniger als die Hälfte ausmachen. M.: wie W., mittlere Tibien auf den oberen drei Vierteln weiß.
Verbreitung: Weite Teile Europas; ganz Deutschland, nicht über 500–800 m.
Lebensraum: Habitate des artspezifischen Wirts
Fortpflanzung:  Kuckucksbiene bei der Pelzbiene Anthophora aestivalis sowie A. retusa, A. plagiata & A. crinipes
Nahrung: Nektar: ziemlich unspezialisiert, verschiedene Arten bes. von Lippenblütlern (Lamiaceae) & Raublattgewächsen (Boraginaceae).
Flugzeit: 1 Generation im Jahr (univoltin): Anfang April bis Anfang (M.) bzw. Ende Juli (W.)
Rote Liste: Kategorie 3: Gefährdet
Trauerbiene: Melecta luctuosa
Melecta luctuosa  · Klausensee, 29.04.2010 (kli)

Anders als ihre eher düster gefärbte und recht häufige Gattungsgenossin Melecta albifrons ist diese spektakulär gezeichnete Trauerbiene sehr selten. Sie war es aber nicht immer: Da sie gleich vier Pelzbienen-Arten (Anthophora aestivalis, A. retusa, A. plagiata & A. crinipes) parasitiert, sollte sie eigentlich nicht gefährdet sein. Alle vier Wirtsarten sind jedoch von der Ausrottung bedroht oder verschollen, so daß auch ihr Kuckuck sich kaum noch fortpflanzen kann. Dort, wo eine Wirtsart noch vorkommt, kann sich allerdings die Situation punktuell anders darstellen – der Fotograf der ersten beiden Bilder z. B. schreibt dazu: "Seit 2008 sehe ich luctuosa regelmäßig an 1–2 Stellen hier bei mir in der Gegend, die angeblich so häufige albifrons habe ich erst ein einziges Mal in einem Garten beobachten können." In Die Wildbienen und Wespen Schleswig-Holsteins – Rote Liste vom Januar 2001 liest man auf Seite 82 sogar: "Ebenfalls bemerkenswert ist das plötzliche Auftreten der seit 53 Jahren verschollenen Melecta luctuosa und ihre unerwartet zügige Arealausweitung [...]." Aus dieser Beobachtung kann man natürlich auf die Ausbreitung eines (oder mehrerer) ihrer Wirte schließen.

Melecta luctuosa, W   Melecta luctuosa, W - Foto gesucht!
Melecta luctuosa  · Klausensee, 29.04.2010 (kli)   Melecta luctuosa  an Zaunwicke (Vicia sepium) · Garten in Dillenburg, 05.05.2018 (nix)

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