Chelostoma
campanularum ·
florisomne ·
rapunculi
Scherenbienen: Chelostoma campanularum
| Artname: |
Chelostoma campanularum (Kirby 1802) |
| Synonym: |
Chelostoma florisomne auct. nec (Linnaeus 1758); Glockenblumen-Scherenbiene |
| Merkmale: |
46 mm; sehr ähnlich Ch. distinctum, fuliginosum, die 34 Wochen früher fliegt. |
| Verbreitung: |
Ganz Europa außer dem hohen Norden; in den Alpen bis 1600 m; ganz Deutschland |
| Lebensraum: |
Waldränder & -lichtungen, Streuobstwiesen, Siedlungen. |
| Fortpflanzung: |
Nester in linienförmigen Höhlräumen (Ø 22,5 cm) in löchrigem, wurmstichigem Totholz aller Art und Halmen, auch in Nisthilfen; Überwinterung als Ruhelarve. |
| Kuckuck: |
Düsterbiene Stelis minima. |
| Nahrung: |
spezialisiert auf Glockenblumengewächse (Campanulaceae) (oligolektisch). |
| Flugzeit: |
1 Generation im Jahr (univoltin): M.: 2. Juni-HälfteAugust, W.: Ende JuniSeptember (Proterandrie). |
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C. campanularum auf Campanula (jac) |
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Der wissenschaftliche Artname dieser winzigen Chelostoma-Art weist auf ihre einzige Nahrungsquelle: Glockenblumen! Wer im Garten oder in der Nachbarschaft also z. B. die Rundblättrige oder Wiesen-Glockenblume (Campanula rotundifolia, C. patula: auf Wiesen verbreitete Arten) oder die Nesselblättrige oder Pfirsichblättrige Glockenblume (Campanula trachelium, C. persicifolia, in und an lichten Wälern anzutreffen) hat, der kann dort im Juli die Glockenblumen-Scherenbiene beim Pollen-Sammeln beobachten. Die Männchen patrouillieren hier in Erwartung der Weibchen und schlafen auch in den Blüten.
Der Schutz des Bienenzwerges ist nicht schwer: Man sorge für ausreichende Glockenblumen-Bestände und geeigneten Nisthilfen, also Holzblöcke mit kleinen Bohrlöchern (Ø 22,5 cm) oder mit Schilf gefüllte Behälter.