Gartenhummel – Bombus hortorum

Bombus hortorum, W
Bombus hortorum, W an Symphytum officinale · Haan, 11.06.2006

Bombus hortorum, W   Bombus hortorum, W N
Der lange Rüssel und die benachbarten Binden auf Thorax und Abdomen sind hier gut erkennbar.   Bombus hortorum, W N mit B. pascuorum, an Symphytum officinale · Haan, 11.06.2006

Bombus hortorum, W   Bombus hortorum, W N
Bombus hortorum, W: ein Sprung spart Energie!   B. hortorum W an Iris · Solingen, 10.06.2004

Bombus hortorum, W   Bombus hortorum, W N
Die benachbarten Binden auf Thorax und Abdomen lassen die Gartenhummel erkennen!   Bombus hortorum, W N an Digitalis lutea · Solingen-Aufderhöhe, 10.06.2005

Die Gartenhummel wird vom Laien leicht mit der Erdhummel verwechselt, sie besitzt aber einen deutlich längeren Kopf und einen langen Rüssel und in der Körpermitte einen gelbe Doppelbinde. Eine seltene Besonderheit ist, daß sie in günstigen Jahren eine zweite Generation hervorbringt: Die Jungköniginnen gründen bereits im Sommer ihres Geburtsjahres ein Volk, das bis zum September fliegt.

Bezeichnung: Bombus hortorum (Linnaeus, 1761);
mit Untergattung: Bombus (Megabombus) hortorum (Linnaeus, 1761)
Synonyma: Megabombus hortorum (Linnaeus 1761)
Deutsch: "Gartenhummel"
Merkmale: Länge: W: 17–20 mm, A.: 11–16 mm, M.: 13–15 mm
Flügelspannweite: W.: 35–40 mm, A.: 28–32 mm, M.: 28–32 mm
Rüssel: lang: W.: 19–21 mm, A.: 14–16 mm, M.: ca. 15 mm
Kopf: sehr lang
Volkgröße: 50–120 Tiere
Färbung:
  • Die bräunliche bis goldgelbe Querbinde auf dem kopfnahen Thorax ist etwas breiter als bei der Dunklen Erdhummel (B. terrestris, die einen sehr kurzen Kopf besitzt);
  • der Thorax endet mit einer schmalen gelben Binde (die bei B. terrestris fehlt), ...
  • ... der sich eine weitere Binde auf dem 1. Tergiten des Abdomens anschließt;
  • die letzten beiden Tergiten (5 + 6) sind weiß (wie bei B. terrestris).
Verbreitung: Ganz Europa, ganz Deutschland
Lebensräume: Waldränder und angrenzende (Streuobst-) Wiesen, Dämme, Gärten und Parkanlagen
Fortpflanzung: Sowohl unterirdisch in Mäuseburgen als auch oberirdisch in Vogelnestern und Hohlräumen menschlicher Bauten (Ställen, Schuppen, Scheunen, Dachböden) – und daher auch in Hummelkästen, deren Fluglöcher B. hortorum selbständig entdeckt! Nestbezieher und -bauer; Pocketmaker
Kuckuck: Bärtige Kuckuckshummel (Psithyrus barbutellus)
Nahrung: Viele Pflanzenfamilien (polylektisch)
Flugzeit: Eine, evtl. zwei Generationen im Jahr (bivoltin): überwinterte W.: ab Mitte März; Jung-W.: ab Mitte Juli; M.: ab Ende Juni
Anmerkung: Die Gartenhummel wird trotz der Ähnlichkeit ihres Farbmusters mit dem der Dunklen und Hellen, Großen und Kryptarum-Erdhummel nicht dem sogenannten terrestris-lucorum-Komplex zugerechnet.


Bombus hortorum, W   Bombus hortorum, W N
Fliegende Gartenhummel-Königin, Bombus hortorum · Salzburg Elixhausen (neu)   Bombus hortorum, W N an Lamium maculatum · Salzburg Elixh. (neu). Man beachte die genaue Einpassung von Hummelfühlern und Blütenbau.

Bombus hortorum, W   Bombus hortorum, WN
Gartenhummel (Bombus hortorum), Schlafende Königin · Gronsveld (Maastricht, NL), 17.05.2012   Bombus hortorum, W an Ginster · Kalksteingrube in Geulhem (Maastricht, NL), 17.05.2012

Bombus hortorum, W
Bombus hortorum, W mit Halictus scabiosae W auf Centaurea jacea · Köln, 17.06.2006

  B. humilis