Kryptarum-Erdhummel – Bombus cryptarum

Bombus cryptarum, A   Bombus cryptarum, A
Bombus cryptarum A an Scabiosa lucida · Kärnten, Heiligenblut, Pockhorner Wiesen (2050 m), 22.07.2010 (neu)   Bombus cryptarum A auf Silene acaulis · Rauris, Glocknerstraße, Hochtor (2650 m), 16.7.2009 (str)

Diese Erdhummel ist im Alphabet die erste Art des sogenannten Bombus-locorum-Komplexes, dem bis zu vier Arten zugerechnet werden: B. cryptarum, B. lucorum, B. magnus und B. terrestris (siehe Anmerkung).

Bezeichnung: Bombus cryptarum (Fabricius, 1775);
mit Untergattung: Bombus (Bombus) cryptarum (Fabricius, 1775)
Synonyma: Bombus lucocryptarum Ball 1914
Deutsch: "Kryptarum-Erdhummel"
Merkmale: Länge: W: 18–20 mm, A.: 9–16 mm, M.: 13–16 mm;
Flügelspannweite: W.: 36–38 mm, A.: 19–32 mm, M.: 30–33 mm;
Rüssel: sehr kurz: W.: 9–10 mm, A.: 8–9 mm, M.: 7–9 mm;
Kopf: sehr kurz;
Volkgröße: 70–150 Tiere.
Färbung:
  • Zwei schmale goldgelbe Querbinden auf dem kopfnahen Thorax und auf dem 2. Tergiten (wie bei B. magnus) unterscheiden die Art von der Hellen Erdhummel (B. lucorum) mit ihren beiden zitronengelben Querbinden und der Dunklen Erdhummel (B. terrestris) mit ihren braungelben Querbinden.
  • Die Querbinde auf dem Thorax reicht wie bei B. magnus unter den Flügelansatz.
  • Die letzten beiden Tergiten (5 + 6) sind grauweiß.
  • Im unteren Gesichtsfeld gibt es meist einige gelbliche Haarbüschel.
Verbreitung: Ganz Europa, ganz Deutschland.
Lebensräume: Fast alle (Ubiquist) bis 2700 m, besonders im offenen Flachland in Heidelandschaften, auf Wiesen und Weiden, an Böschungen, Weg- und Straßenrändern, auch in Gebüschen, Gärten und Parkanlagen
Fortpflanzung: Wie die verwandten Erdhummeln meist in unterirdischen Nestern (Mäuseburgen etc.), gelegentlich auch in oberirdischen Hohlräumen (Baumhöhlen, Vogelnistkästen etc.): Nestbezieher; Pollenstorer
Kuckuck: ???
Nahrung: Viele Pflanzenfamilien (polylektisch)
Flugzeit: Eine Generation im Jahr (univoltin): überwinterte W.: Mitte März–Mitte Mai; Jung-W. & M.: Anfang/Mitte Juli–Ende August
Rote Liste: Kategorie D: in Deutschland Daten unzureichend
Anmerkung: Taxonomen nehmen, wie oben gesagt, einen sogenannten terrestris-lucorum-Komplex an, dem vier von anderen Autoren als eigenständig betrachtete Arten angehören: Bombus terrestris, B. lucorum, B. magnus und B. cryptarum. Der Artstatus dieser Formen ist teilweise strittig, die Arten sind im Gelände kaum zu unterscheiden. Biochemische und genetische Untersuchungen werden diese Frage künftig klären helfen. Detaillierte Hinweise zu ihrer Unterscheidung gibt Rasmont 1984 bzw. Rasmont et al. 1986 ( WB-Literatur).

Bombus cryptarum, A   Bombus cryptarum, A
Bombus cryptarum W mit Larven & Kokons · (pta)   B.-cryptarum-Nest: W unten A oben · Nord-Mähren (CZ) zwischen Lipina & Horní Lodenice, 2008 (pta)

Bombus cryptarum, W
Bombus cryptarum, W · Schottland (mac)

Bombus cryptarum, W
Bombus cryptarum, M: Nektarraub an Rhinanthus glacialis · Kärnten, Heiligenblut, Pockhorner Wiesen (2100 m), 22.07.2011 (neu)

Bombus cryptarum, A   Bombus cryptarum, A
Bombus cryptarum im Ostalpen-Enzian (Gentiana pannonica) ...   ... und an Gentiana pannonica · Salzburg, Loferer Alm (1600–1700 m), 03.08.2011 (neu)

Bombus cryptarum, A   Bombus cryptarum, A
Bombus cryptarum, A, gefangen von einer Krabbenspinne (Xysticus sp.) · Allgäu, Oberstdorf, Waltenberger-Haus, 20.07.2015 (neu)   ... und an Siline vulgaris · Schwaben, Oberallgäu, Oberstdorf, 22.07.2015 (neu)

  B. distinguendus