Zweizahnbienen · Dioxys

Die Gattung Dioxys ist mit nur ca. 20 Arten paläarktisch, d. h über das eurasische Faunengebiet einschließlich Afrika nördlich der Sahara verbreitet. Im deutschsprachigen Raum kommen nur drei Arten vor, in der Schweiz zwei, in Deutschland gar nur eine: Dioxys tridentata. Alle Arten sind Kuckucksbienen, die verschiedene Arten zweier anderer Gattungen parasitieren: Megachile und Osmia.
    "Zweizahnbienen" sind 7–11 mm lang und erinnern mit ihrem Habitus (sich stark verjüngendes Hinterleibsende, helle Binden) an die verwandten Kegelbienen (Coelioxys), mit denen sie neben der parasitischen Lebensweise auch die letzte Silbe (altgriechisch oxys = ′spitzes Gebilde′) im wissenschaftlichen Gattungsnamen gemeinsam haben: Das Scutellum (das zweite, kleinere Rückenschildchen auf dem Thorax) weist bei einigen Arten zwei "Zähne" auf, die sich auch im deutschen Gattungsnamen wiederfinden. Das Hinterleibsende ist stark abgeplattet und nur bei der in Ostösterreich lebenden Art Dioxys pannonica so spitz wie bei Coelioxys. Die nur in den Schweizer und österreichische Alpen lebende D. cincta ist leicht an der vorderen roten Abdomen-Hälfte zu erkennen, während die auf Deutschland beschränkte Art D. tridentata bis auf die weißen Binden ganz schwarz ist.

Unsere mitteleuropäischen Dioxys-Arten fliegen von Mai bis August in einer Generation (univoltin). Zu finden sind sie am ehesten an den frei gemörtelten Nestern ihrer spezifischen Wirte, nämlich einiger Megachile- und Osmia-Arten. Dioxys-Larven spinnen einen lockeren, seidigen Kokon, der vermutlich bei allen Zweizahnbienen am Vorderende eine Art Zäpfchen aufweist – wie bei Harzbienen (Anthidium) und Düsterbienen (Stelis).

Unsere Dioxys-Arten sind durch ihre Abhängigkeit von seltenen Wirtsarten sehr selten und hochgradig gefährdet. Überlebenschanchen haben sie nur, wenn die Lebensgrundlagen ihrer Wirte erhalten bleiben. Wo diese noch in nennenswerter Zahl vorkommen, könnte sich die Suche nach Zweizahnbienen lohnen.

DioxysLängeFarbe & FormWirte: Mörtel- & Mauerbienen
D. cincta 7–11 mm vordere 2 AbdomenSegmente rotMegachile parietina & M. pyrenaica, wahrscheinlich Osmia anthocopoides
D. pannonica ?–? mm Weibchen spitz ausgezogenes Abdomen
Männchen Abdomen ganz rot
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D. tridentata 7–10 mmschwarz mit breiten weißen Binden, bes. Weibchen: eiförmig breiter Abdomen mit stumpfem Analsegment Osmia anthocopoides & O. ravouxi, Megachile parietina

Dioxys Lepeletier & Serville 1825 nach Schwarz et al. (1996), Müller (1997) sowie Westrich & Dathe (1997 & 1998)
D.  cincta (Jurine 1807) D. pannonica Mocsáry 1877 D. tridentata (Nylander 1848)


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