Bergwaldhummel – Bombus wurflenii
– B. wurflenii mastrucatus –

Bombus wurfleini, A Nr
Bombus wurfleini mastrucatus, A Nr an Salvia glutinosa · Salzburg, Weißbach-Vorderkaser (neu)

Bombus wurfleini, M N   Bombus wurfleini, M N
B. w. mastrucatus, M N auf Cirsium spinosissimum · Salzburg, Fuscher Achen-tal, Hochmais (1900 m NN), Aug 2001   Bombus wurfleini mastrucatus, M N an Cirsium spinosissi-mum · Salzburg, Glocknergebiet, Unternaßfeld (2250 m NN) (beide Fotos: neu)

Die wissenschaftliche Bezeichnung dieser Art schwankt zwischen Bombus wurfleini und Bombus wurflenii. Durchzusetzen scheint sich das Art-Epitheton wurflenii.

Bezeichnung: Bombus wurflenii Radoszkowski 1859;
mit Untergattung: Bombus (Alpigenobombus) wurflenii Radoszkowski 1859;
nördliche Unterart: B. w. mastrucatus Gerstäcker 1869
Synonyma: Bombus lefebvrei auct. nec Lepeletier 1836; B. mastrucatus Gerstäcker 1859; Bombus wurfleini Radoszkowski 1859; Alpigenobombus wurfleini bzw. Alpigenobombus wurfleini mastrucatus (Gerstaecker 1869)
Deutsch: "Bergwaldhummel"
Merkmale: Länge: W: 19–22 mm, A.: 13–16 mm, M.: 14–16 mm
Flügelspannweite: W.: 36–41 mm, A.: 25–32 mm, M.: 28–32 mm
Rüssel: sehr kurz: W.: 10–12 mm, A.: 9–10 mm, M.: 7–9 mm
Kopf: sehr kurz, breiter als lang
Volkgröße: 80–150 Tiere
Färbung:
  • Ähnlich B. lapidarius (Steinhummel), doch ist der Pelz deutlich dichter und struppiger. Im gemeinsamen Verbreitungsgebiet mit der Alpenhummel mit dieser zu verwechseln;
  • der Tergiten 3 (ab der zweiten Hälfte) bis 6 sind orangerot bis rot (bei der Steinhummel nur die Tergiten 4–6);
  • Farbvarianten können am kopfnahen Thorax eine schmale weißliche Querbinde zeigen.
Verbreitung: Pyrenäen bis Ural, Fennoskandinavien; in den Alpen, Mittelgebirgen, der Tatra, den Karpaten und dem Balkan als Unterart B. w. mastrucatus
Lebensräume: Gebirgswälder, Bergwiesen, Bergheiden bis oberhalb der Waldgrenze
Fortpflanzung: Bevorzugt unterirdisch in Mäusenestern oder unter Strächern: Nestbezieher; Pollenstorer
Kuckuck: ? (Psithyrus ?)
Nahrung: Viele Pflanzenfamilien (polylektisch)
Flugzeit: Eine Generation im Jahr (univoltin): überwinterte W.: ab Mitte April; Jung-W. & M: ab Anfang Juli
Rote Liste: Kategorie V: deutsche Vorwarnliste aufgrund von Aufforstungen und Intensivlandwirtschaft
Anmerkung: 1. Empfindlich und leicht reizbar;
2. Bei E. von Hagen (2003) sind die Angaben zur Färbung des 2. Tergiten von B. alpinus und B. wurflenii vertauscht.

Bombus wurfleini mastrucatus   Bombus wurfleini mastrucatus
Bombus wurfleini mastrucatus, A Nr an Silene nutans · Salzburg, Wenger Moor (neu) Bombus wurfleini mastrucatus, W Nr an Lamium maculatum · Salzburg, Wenger Moor (neu)

  Psithyrus spec.