Die biotechnische Schädlingsbekämpfung arbeitet nicht mit natürlichen Gegenspielern der Wachsmotten, sondern mit technischen Mitteln zur Reduktion der Schädlingszahl. Denkbar sind Methoden sowohl zum
Fernhalten also Abschrecken oder Täuschen als auch zum Anlocken der Schädlinge, um sie zu
fangen oder gleich zu
töten. In allen Fällen spielen Duftstoffe die entscheidende Rolle.
Leider haben sich solche Methoden nach Kenntnis des Autors bislang nicht bewährt, so daß sich eher konstruktive Maßnahmen empfehlen, die die Motten am Eindringen in den Hummelkasten hindern.
Eine mögliche Vorgehensweise zielt darauf, die Motten von den Hummelkästen fernzuhalten, was durch zwei unterschiedliche Signale denkbar ist: die Abschreckung durch die Imitation eines Freßfeindes oder durch die Täuschung durch Überlagerung des Nestgeruches.
Dazu bohrt man eine Reihe kleiner Löcher in ein Filmdöschen, stopft etwas Watte oder Polsterwolle hinein und tränkt diese in der kritischen Zeit mit einer stark riechenden Essenz, etwa japanischem Heilpflanzenöl, das erkältete Menschen mit Wasserdampf inhalieren, um die Nase frei zu bekommen. Wenn diese Geruchsquelle im Vorbau des Hummelkastens plaziert wird, überdeckt sie so die Hoffnung den Nestgeruch, der die Wachsmotten zum Nistkasten und Nest leitet. An der Wirksamkeit dieser Methode sind allerdings Zweifel laut geworden.
Diese Methode nutzt den natürlichen Nestgeruch und soll ähnlich wie eine Fliegenfalle funktionieren. Sie erfordert allerdings einen besonders langen Vorbau: Wenn die Anflugplattform links ist, trennt man den Vorbau mit Fliegengitter oder einer Alu-Lochplatte so in zwei Hälften, daß das Flugloch in den linken Teil mündet, sich der Nestgeruch aber auch im rechten Teil breitmachen kann. Sobald die Hummelkönigin etabliert ist, wird die linke Hälfte auf herkömmliche Weise (etwa mit einer unvergitterten, luftdichten Schiebetür) verschlossen, so daß die Hummeln durch das äußere Flugloch nach links abfliegen; die rechte Hälfte hingegen verschließt man mit einer Tür, die einen oder zwei lange waagerechte, ca. 4 mm hohe Schlitze aufweist, durch die zwar Wachsmotten, aber keine kleinen Hummel-Arbeiterinnen eindringen können. In der Detailkonstruktion sollte man versuchen, den gefangenen Wachsmotten etwa durch Winkel, die einen Schlitz an der Innenseite einrahmen, das Entweichen zu erschweren: eine Aufgabe für bastelbegabte und experimentierfreudige Hummelfreunde, die über ihre Erfolge oder Mißerfolge ausführlich berichten sollten ...
Das Prinzip ist, die Wachsmotten und nur diese mit einem Lockstoff anzuziehen und zu vergiften. Dem Autor liegen dazu jedoch keine Erkenntnisse oder Erfahrungsberichte vor. Synthetische Gifte oder solche, die nicht Wachsmotten-spezifisch wirken, scheiden zudem für Naturfreunde aus.
| Türen/Klappen | WM-Erlebnis |